Montag, 16. Dezember 2013

Hanoi

Nachtrag zu Vientien:
An meinem letzten Tag statte ich dem COPE Zentrum http://www.copelaos.org einen Besuch ab.
Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die Opfern von Landminen, Clusterbomben und anderen UXO (unexploded ordnance) Prothesen zur Verfügung stellt und bei der Rehabilitation hilft. Laos ist nicht nur eines der ärmsten Ländern der Welt sondern auch das am meisten bombardierte Land. Der Hauptgrund ist, dass es ungünstig neben Vietnam liegt und die US-Bomber auf Ihrem Rückweg ihre ungenutzten Bomben über Laos abluden. Leider ist die USA immer noch eines der wenigen Ländern, die sich bis heute der Ächtung von Landminen nicht angeschlossen haben.
Prothesen im COPE Zentrum

Am nächsten Tag geht es dann nach Hanoi. Nachdem ich einige Horrorgeschichten über die 30stündige Busfahrt gehört habe, beschließe ich doch lieber das Flugzeug zu nehmen. Der Hauptstadtflughafen ist sehr überschaubar mit einer verschwindenden Anzahl von Flügen. (Der einzige Hauptstadtflughafen der noch weniger hat dürfte aktuell noch BER sein :-) )
Neue Regel: auch bei Kurzstreckenflügen vorher nach dem Wetter am Ziel erkundigen. Als ich am Gepäckband stehe fällt mir auf, dass ich der einzige mit kurzen Hosen und Sandalen bin. Und ich spürt auch wieso!

Der Vietnamese ist sparsam, so spart er sich beispielsweise jegliche symbolische oder englische Beschriftung, was meinen Plan möglichst viel auf Taxis zu verzichten und möglichst oft öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen doch etwas erschwert. Aber im Zweifelsfall zum grössten Pulk Einheimischer stellen und schauen was passiert. Im Bus spricht mich dann ein 15jähriger Junge an ob er mir helfen könne und bestätigt, dass ich richtig bin.
Die "Towers of Hanoi" hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt

Hanoi selber meint es leider bisher nicht gut, es ist ziemlich verregnet. Aber zum Glück gibt es einige sehenswerte Museen. Allen voran das Prisonmuseum, welches die Zustände während der französischen Kolonialzeit beschreibt. Lediglich Onkel Ho versetzte mich und lässt mich nicht in sein Mausoleum.
Mausoleum

Das Prisonmuseum


Inzwischen ist bereits mehr als ein Monat meiner Tour vergangen und alles lief erstaunlich problemlos. Gut, kommt vielleicht auch auf die Definition von "Problem" an. Ich habe auch Landsleute getroffen für die ein verspäteter oder überfüllter Minibus bereits eine mittlere Katastrophe darstellte und die 45 Minuten lang vor sich hinfluchend neben mir saßen.
An alle, die mir gesagt haben ich solle noch weniger Wäsche mitnehmen: Okay, Ihr hattet Recht gehabt.
An alle, die mir gesagt haben ich solle außer der Kamera alle Geräte zuhause lassen: Nöö, ich bin über jedes einzelne froh und es macht die Organisation und teilweise auch das Gepäck wesentlich leichter.

Straßenszene in Hanoi

Friseursalon

Fleischverkauf
PS: soeben wurde im Hostel ein Heizpilz aufgebaut. Bei den Temperaturen in Hanoi kommen ja fast weihnachtliche Gefühle auf :-)

Kommentare:

  1. HaHa "Hanoi selber meint es leider bisher nicht gut, es ist ziemlich verregnet" endlich kann ich mal schreiben, dass bei uns die Sonne scheint. Ok, ok dafür sind es auch nur ca. 1-5 Grad bei uns :-(

    Müssten wir uns dann Gedanken machen wenn es bereits Internet mit Geruchübertragung geben würde? "An alle, die mir gesagt haben ich solle noch weniger Wäsche mitnehmen: Okay, Ihr hattet Recht gehabt." ;-)

    Viel Spaß weiterhin

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  2. Heute scheint hier auch wieder die Sonne :-P
    Neee ich hab's mir einfach gut eingeteilt: Eine Unterhose für November, eine für Dezember, ... :-D

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  3. Jetzt würde mich ja interessieren was Du zuviel an Wäsche dabei hast. :-) Also ich habe außer einem dritten Paar Wandersocken schon alles benötigt.
    Wie kalt oder warm ist es denn in Hanoi? Hier in Sihanoukville hat es heute auch den ganzen Tag geregnet.
    Übrigens ab Morgen geht's zum tauchen

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  4. Also eine Hose und mindestens 2 Hemden sind bis jetzt überflüssig gewesen. Und meine Weste hab ich im letzten Hostel zurückgelassen, bevor ich wusste wie kalt es hier sein werde. :-) aber ich bin in guter Gesellschaft, fast jeder mit dem ich gesprochen habe hat in den letzten Hostels einen Pullover o.a. weggegeben und ärgert sich jetzt :-) sind hier gerade 15 Grad, also noch kein Problem.

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