Montag, 11. April 2016

Kiew

Warum Kiew? Weil es gerade gar nicht als Reiseland zählt und auch deswegen noch sehr günstig ist. Außerdem ist es mit zwei Stunden Flugzeit relativ nah, auch wenn die ganze ehemalige UDSSR in unseren Köpfen immer noch so weit weg scheint.
Majdan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit)

Mit dem Flieger geht es zusammen mit Oli von wasmachtoli direkt von FRA nach Kiew. Die Einreise ist unkompliziert. Obwohl einige Informationen sagen, man müsste genug Geldmittel und eine Versicherung nachweisen wird nichts davon verlangt. Auch von den befürchteten langen Wartezeiten ist nichts zu merken: Kurz einen Stempel in den Pass und ich bin drin. Nachdem wir früher als erwartet aus dem Airport kommen, nehmen wir doch den Bus und die Metro zu unserem Hostel.
Landscape Alley
Seit der Fußballmeisterschaft ist die Beschriftung der U-Bahn-Stationen zum Glück zweisprachig. Ein Jeton für eine Fahrt kostet 4 UAH (=0,15 Euro).
Kiewer Metrostation
Das Hostel ist eine ehemalige Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, in der drei Zimmer zu Schlafräumen umgewidmet wurden. Entsprechend familiär ist die Atmosphäre, die einzige Toilette und die einzige Dusche leider auch entsprechend ausgelastet. 

Am ersten Tag geht es nach einem guten Frühstück im Cafe gegenüber erstmal die Gegend erkunden. Unvermittelt treffen wir auf ein unterirdisches Wassermuseum.
Wassermuseum
Nachdem das mal was anderes ist beschließen wir es uns anzusehen. Was wir leider nicht wissen: Das Museum darf nicht auf eigene Faust entdeckt werden sondern nur in einer Führung. Leider spricht unsere Führerin kein englisch. Aber nach einigem hin und her treibt das Personal doch jemanden auf die etwas englisch spricht und wir bekommen eine Privatführung. Nachmittags schließen wir uns einer kostenlosen Walking tour an. Kiew ist eine Stadt mit vielen schönen Gebäuden und Kirchen, aber auch mit einigen typischen sozialistischen Bauten in einem frischen Steingrau. Von den Auseinandersetzungen in den letzten Jahren finden sich auch noch ein paar Kriegsruinen.
Sophienkathedrale

St. Michael's Cathedral

Kiev Funicular


Unser Guide zeigt uns die Basics von Kiew, von der St. Michael's Cathedral über St. Sophia Cathedral bis zum Golden Gate. Leider ist es an dem Tag so kalt, dass wir froh sind als wir auf einen heißen Kaffee einkehren können.
Stadttor "Golden Gate"

Anschließend geht es in das Chernobylmusuem. Hier wird die Geschichte um die Katastrophe und die Tragödien der Menschen die dort lebten beleuchtet. 
Chernobyl Museum

Am nächsten Tag steht das Höhlenkloster Kijewo-Petscherska Lawra auf dem Programm. Eine große Klosteranlage, deren Highlight unterirdische Gänge sind in denen die Gebeine Gebeine der Mönche liegen an denen sich viele Leute mit Kerzen vorbeischieben. Ich habe nichts gegen Höhlen, oder Menschenansammlungen oder Kerzen, aber alles drei zusammen ist doch etwas unheimlich. Und so bin ich dann doch froh als ich endlich wieder das Tageslicht erblicke ohne dass mich jemand von hinten angekokelt hat.
Kijewo-Petscherska Lawra

Für den letzten Tag haben wir uns eine Fahrt in die Zone vorgenommen. Davon aber im nächsten Eintrag mehr.
Blick auf den Dnepr

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